Objekt:

 Ovale Platte, Typ III (§ 209), Quarz (§ 362-364), 14,7 x 13,9 x 5,7 mm.

Datierung:

 EZ IIC (7. Jh.).

Herkunft:

 Tall Dschawa, Field D, Square 23, Locus 44, Pail 75, Nr. TJ1986; EZ III (Ende 8./7. Jh.).

Sammlung:

 Amman, Jordan Archaeological Museum, J 19399.

Darstellung:

 In waagrechter Anordnung in der Mitte eine schraffierte Ellipse; am rechten Ende der Ellipse drei nach unten weisende „Schwanzfedern“ (?), am anderen Ende drei nach oben weisende kurze kelchförmig angeordnete Striche; von der Mitte der Ellipsenoberseite führen je zwei Doppellinien, die Flügel andeuten könnten, v-förmig zur Umrandungslinie; unterhalb der Ellipse eine Linie, die der Biegung der Ellipse folgt; in der Mitte und am linken Ende dieser Linie zwei pfeil- bzw. v-förmige Winkel; vor der Spitze der Linie eine senkrechte Doppellinie; folgende Parallelen lassen sich für Teilelemente unseres Siegels anführen: das ellipsenförmige Zentralelement hat eine Entsprechung auf einem Konoiden aus Ḥorvat ˓Uza (Reg. No. 2012/50; DBS-Corpuskarteikarte Nr. 5); es zeigt eine zentral platzierte schraffierte Ellipse, die oben und unten von einer abgesetzten Linie, die der Kontur der Ellipse folgt, umgeben ist (vgl. dazu auch Avigad/Sass 1997: No. 1063, mittleres Register); wie auf unserem Stück führen schräge Doppellinien von der Ellipse zur Umrandungslinie - jedoch nicht nur von der Ober-, sondern auch von der Unterseite; deshalb ist anzunehmen, dass die kurzen vertikalen Doppelstriche unterhalb der Ellipse unseres Stückes ebenfalls entsprechend zu lesen sind (zur quadrierten Ellipse vgl. auch Eggler/Keel 2006: Tawilan Nr. 14 und Tel Malḥata: Beit-Arieh 1994: 111, pl. 127 = Beit-Arieh 1995: 128f = Beit-Arieh 1998: 36); die drei „Schwanzfedern“ (?) auf unserem Stück finden eine mögliche Parallele auf einem von Beit-Arieh (1998: 36) erwähnten anderen Siegel vom Tel Malḥata (Reg. No. 1727; DBS-Corpuskarteikarte Nr. 3), der auf der Basis einen Strauss mit schraffierten ellipsenförmigem Körper zeigt und drei Schwanzfedern aufweist (zum Vogel vgl. auch Eggler/Keel 2006: Buseira Nr. 15); die drei kurzen kelchförmig angeordneten Striche am linken Ellipsenende und der „Pfeil“ haben keine Parallele, erinnern jedoch entfernt an das dreistrichige Zeichen hinter der Inschrift bei Eggler/keel 2006: Karak Nr. 2; der Pfeil hat keine Parallele; jedoch findet sich ein Winkel als selbständiges Element beim oben erwähnten Konoiden aus Ḥorvat ˓Uza, einem weiteren Siegel vom gleichen Ort (Reg. No. 5244/80) und den oben erwähnten Siegeln aus Tel Malḥata sowie auf dem in Beit-Arieh 1998: 36 veröffentlichten Siegel vom gleichen Ort; die Parallelen weisen in den edomitischen Raum.

Bibliographie:

Daviau 2002: 87f, 223, fig. 2.45:2; Eggler/Keel 2006: 424f, Tall Dschawa Nr. 3.

DatensatzID:

12693

Permanenter Link:

  https://bodo.unifr.ch/bodo/id/12693