Objekt:

 Pergament, 27,7 cm.

Datierung:

 4.-7. Jh.

Herkunft:

 Ägypten.

Sammlung:

 Sammlungen BIBEL+ORIENT, ÄT 2006.8.

Darstellung:

 Um das Jahr 300 tauchten in Syrien Abschriften eines Briefes auf, den Jesus Christus einem König Abgar von Edessa geschrieben haben soll. Obwohl schon damals Stimmen laut wurden, dass es sich um einen frommen Schwindel handle, wurde der Text sehr populär. Im Brief antwortet Jesus auf Abgars Bitte, er möge zu ihm nach Edessa kommen. Jesus schreibt, dass er keine Zeit habe, weil er erfüllen müsse, wozu er auf Erden sei. Der Brief endet mit den Worten „deine Stadt möge gesegnet sein und kein Feind möge je darüber herrschen”. Aufgrund dieser Segensformel wurde der Text oft als Amulett an Türen und Toren angebracht, um den Schutz auch für sich zu beanspruchen - das war auch der Zweck des hier abgebildeten Zettels in koptischer Sprache (sahidischer Dialekt).

Bibliographie:

 Keel et al. 2007: 97, Nr. 70.

DatensatzID:

 13719

Permanenter Link:

  https://bodo.unifr.ch/bodo/id/13719