Objekt:

 Statue, Kalkstein, 88,5 x 33 cm.

Datierung:

 Pepi II. (2279-2169).

Herkunft:

 Sakkara (?) (evtl. aus dem Pyramidentempel Pepis II.).

Sammlung:

 New York, Metropolitan Museum of Arts, MMA 47.2.

Darstellung:

 Größere freistehende Skulpturen von gefesselten Feinden waren in der 5. und 6. Dyn. sehr verbreitet. Im königlichen Totentempel Pepis II. von Saqqara dürften ursprünglich bis zu hundert solcher Figuren aufgestellt gewesen sein (Jéquier 1938: 11-69; Jéquier 1940: 27-29; LÄ 6,703; Romano 1998). Das Bild der Besiegten bereitete noch über den Tod hinaus Genugtuung und ein Gefühl von Sicherheit. Die Tradition solcher Skulpturen setzt sich in den Ächtungsfiguren des Mittleren Reiches fort. Der abgebildete Gefangene sitzt kniend auf den Fersen, sein Kopf ist leicht gebeugt. Vom Typ her könnte es sich bei dem bartlosen Mann mit der nackenlangen, fülligen Frisur um einen Asiaten handeln.

Parallelen:

Jéquier 1940: pls. 47-48: Gefangenenstatuen aus der Zeit Pepis II.; Hornemann 1951-1969: III pl. 578: Gefangenenstatuen aus der Zeit Pepis II.; Lauer 1974: 321, pl. 14:a-b (vis à vis): Gefangenenstatuen aus dem Totentempel Pepis I. (6. Dyn.).

Bibliographie:

Hornemann 1951-1969: III pl. 579; Vandier 1958: III pl. 46:5; Hayes 1968: I 113-116, fig. 67; The Metropolitan Museum of Art 1999: 440f, no. 173; Schroer/Keel 2005: 244f, Nr. 141.

DatensatzID:

33525

Permanenter Link:

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