Objekt:

 Figurine, Bronze, 7,3 x 18,1 cm.

Datierung:

 Altsyrische Zeit (1700-1550) bzw. MB IIB (1700-1550) (nachklassische Periode).

Herkunft:

 Qatna.

Sammlung:

 Paris, Louvre Museum, AO 3992.

Darstellung:

 Der Fürst im Wulstsaummantel wurde im syrischen Raum auch gern in Bronze dargestellt. Zwar sind die Fundstücke häufig nicht genau datiert, stilistisch sind aber viele der 1. Hälfte des 2. Jt. zuzuweisen. Bekannt ist diese Bronzefigur aus Syrien, die den Fürsten thronend darstellt (vgl. vom selben Fundort Schroer 2008: Nr. 533). Seine Linke liegt im Schoß, der rechte Arm ragt aus dem Gewand hervor, wobei die Faust etwas zu umschließen scheint. Die hohe ovale Kappe ist mit Linien verziert, die eine Hörnerkrone andeuten könnten. Ob das Band unter dem Kinn die Befestigung der Kopfbedeckung oder eine andere Funktion andeuten soll (Zeremonialbart oder ‑binde?), ist nicht klar. Dafür, dass Stadtfürsten nach ihrem Tod vergöttlicht wurden, gibt es verschiedene Indizien (Schroer 1985: 104ff [bes.]).

Parallelen:

Encyclopédie Photographique de l‘Art 1935: I 286f, B-C: aus Dschabul in Syrien stammt ein sehr ähnlicher Kopf einer Basaltstatue; Negbi 1976: no. 1432: einen schreitenden syrischen Fürsten stellt eine Bronzefigur aus Suweda im Libanon dar; Schroer 1985: Abb. 27: einen schreitenden syrischen Fürsten stellt eine Bronzefigur aus Suweda im Libanon dar; Pittman 1987: 41, fig. 22: einen stehenden Fürsten ein Exemplar im Metropolitan Museum of Art in New York; Zertal 1979: 59ff: je ein Thronender aus H. Yanun, südöstlich von Taanach, aus einem SB‑zeitlichen Grab, aber MB II‑zeitlich; Schroer 1985: Abb. 28: je ein Thronender aus Kamid el‑Loz; Schroer 1985: Abb. 29: je ein Thronender aus Megiddo; Parker 1949: no. 8: mit einer Hörnerkrone ausgestattet ist auch ein stehender Fürst vor einem Wettergott auf einem Rollsiegel vom tell el-Adschul; Schroer 1985: 104, Abb. 81: mit einer Hörnerkrone ausgestattet ist auch ein stehender Fürst vor einem Wettergott auf einem Rollsiegel vom tell el-Adschul; Schroer 1985: Abb. 25-26: vgl. auch zwei Bronzen aus Ugarit.

Bibliographie:

Dussaud 1926: 339, pl. 70; Encyclopédie Photographique de l‘Art 1935: I 286, A; Bossert 1951: Nr. 585-586; Orthmann 1975: 478, Nr. 399; Negbi 1976: no. 1459; Spycket 1981: pl. 182; Winter 1983: Abb. 227; Schroer 1985: Abb. 23; Hrouda 1991: 369; Schroer 2008: 298f, Nr. 538.

DatensatzID:

33832

Permanenter Link:

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