Objekt:

 Malerei (auf bikonischem Krug aus gebranntem Ton; Bemalung auf hellrotem-blassrosa Grund) (auf bikonischem Krug aus gebranntem Ton; Bemalung auf hellrotem-blassrosa Grund), Terrakotta, 15 cm.

Datierung:

 SB IIB (13. Jh.) bzw. 19. Dyn. (1345-1200) (Keel 1984a).

Herkunft:

 Tell el-Far˓a-Süd, Grab 972.

Sammlung:

 London, Institute of Archaeology, L.1145.

Darstellung:

 Das Motiv der Baumgöttinnen übte schon in der SB-Zeit via Bildkunst Einfluss auf die Bevölkerung Palästinas/Israels aus. An einem stilisierten Bäumchen stehen in antithetischer Komposition drei Capridenpaare (Schroer 2011: Nr. 849, 853, 854, 855). Vom Baum selbst gehen Wasserströme aus (Schroer 2011: Nr. 822, 856). Dass es sich um Ströme lebendigen Wassers handelt, wird ganz deutlich durch die beiden Fische links und rechts signalisiert (Schroer 2008: Nr. 417). Die Ziegen am heiligen Baum sind spätestens seit der MB-zeit eine Substitution der kanaanäischen Zweiggöttin. Diese wird in der SB-Zeit, wie dieses Bild zeigt, mit der ägyptischen Baumgöttin verbunden und durch Wasserströme zusätzlich als Lebensbrunnen qualifiziert. Da die Scherbe in einem Grab gefunden wurde, dürfte das Motiv in Palästina/Israel ähnlich wie in Ägypten mit Hoffnungen für die Toten verbunden gewesen sein.

Parallelen:

Loud 1948: pl. 64:4, 64:4: vgl. zu Wasser spendenden Bäumen auf SB-zeitlichen Gefäßmalereien in Palästina/Israel; May 1935: pl. 40: vgl. zum heiligen Baum auf Gefässmalereien; Amiran 1969: 161-165: vgl. zum heiligen Baum auf Gefässmalereien.

Bibliographie:

Starkey/Harding 1932: pl. 58:972, 84:37J3; May 1935: pl. 40b; May/Engberg 1939 (vgl.); Seibert 1969: 38, Abb. 17; Keel 1984a: Nr. 181; Keel 1992: Abb. 75a; Keel/Uehlinger 1992: 65, Abb. 55b; Keel/Uehlinger 2001: Abb. 55b; Choi 2008: II 102, FAR(S)-5; Schroer 2011: 276f, Nr. 823; IDD: Caprid Nr. 74.

DatensatzID:

34026

Permanenter Link:

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