Objekt:

 Rollsiegel, Serpentin, 33,7 x 15,3 mm.

Datierung:

 Neuassyrische Zeit (900-700).

Herkunft:

 Assyrien (?) (Provinz).

Sammlung:

 Fribourg, Sammlungen BIBEL+ORIENT, VR 1991.79; Ex-Sammlung Tabet.

Darstellung:

 Adorationsszene vor stehender Gottheit, dreifigurig: links ein mit hohem Polos und fransenbesetztem Schalgewand bekleideter Beter, die Rechte erhoben, die Linke nach vorn gestreckt, vor Gottheit im Strahlenkranz auf liegendem Vierbeiner mit aufgestellten Ohren und langem, eingerolltem Schwanz (Hund); die Gottheit trägt einen gehörnten Federpolos und den geschlitzten Falbelrock; in ihrem Rücken ein Mischwesen, bestehend aus menschlichem Oberkörper, Vogelleib, Vogelbeinen und Skorpionschwanz, ein Aspergillum in der erhobenen Rechten, einen Eimer in der herabhängenden Linken; sechsstrahliger Stern und Sichelmond im oberen Bildfeld; Randleiste.

Diskussion:

 Der Strahlenkranz ist hier deutlich durch halbe Pfeilbogen gebildet.

Parallelen:

Collon 1994: Nr. 2-8: andere Technik; Delaporte 1910: Nr. 358 (?): andere Technik, mit zusätzlichem Skorpionmenschen; Delaporte 1923: Taf. 88:10: Göttin auf Hund im Kerbschnitt bzw. linearem Schnitt; Moortgat 1940: Nr. 655-656: Göttin auf Hund im Kerbschnitt bzw. linearem Schnitt, Nr. 656 thronend - Nr. 655 Assur; Parker 1975: Nr. 52: Göttin auf Hund im Kerbschnitt bzw. linearem Schnitt - Tall al-Rimāḥ; Teissier 1984: Nr. 220: Göttin auf Hund im Kerbschnitt bzw. linearem Schnitt, thronend, mit Figur im Fischumhang; Parker 1955: 102, Taf. 14:2: rechteckige Kopfbedeckung, „figure wears a tiara“(?) - Nimrūd; Buchanan 1966: Nr. 581: rechteckige Kopfbedeckung - Kiš; Keel-Leu/Teissier 2004: Nr. 234-235: Skorpionmensch.

Bibliographie:

Keel-Leu/Teissier 2004: 191, Nr. 205.

DatensatzID:

485
  

Permanenter Link:

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