Objekt:

 Skaraboid (§ 132-138) (mit leicht schräg nach aussen abfallender Seitenwand), Knochen (§ 403-404), 29 x 19 x 8,7 mm.

Datierung:

 EZ IIA-EZ IIB (1000-800).

Herkunft:

 Palästina/Israel (aus Jerusalemer Handel).

Sammlung:

 Fribourg, Sammlung Keel, VS 1977.15.

Darstellung:

 Figürliche Darstellung: axialsymmetrische Komposition in waagrechter Anordnung: zwei Vierbeiner mit langem Hals und spitzen Ohren (oder Hörnern?) stehen einander gegenüber; die Ohren bzw. Hörner des Tieres rechts sind etwas länger und nach hinten gebogen (Capride?), die desjenigen links kürzer und gerade (Pferd?); zwischen ihnen und über ihrem Rücken je eine menschliche Figur mit erhobenen Armen; die Gestalt in der Mitte hebt in der Rechten einen rechenartigen Gegenstand in die Höhe, vielleicht eine Blüte?

Parallelen:

Keel-Leu 1991: 68f, Nr. 80, 70f, Nr. 84; Tufnell 1953: 203, 215: Datierung der Gräber um 900 bzw. ins 9. Jh.; Grant 1934: 49, fig. 3:18, 67, Map I: den gleichen tieffurchigen und mit parallelen Querstrichen versehenen Stil findet man auch auf zeitgleichen Siegeln mit anders komponierten Tierdarstellungen, so auch auf einem Skaraboid mit anders komponierter Tierdarstellung aus der Eisenzeit II A (10. Jh.) in Bet-Schemesch (vgl. Grant 1934: 67 und Map I); Chambon 1984: 12, 274f, pl. 80:2: den gleichen tieffurchigen und mit parallelen Querstrichen versehenen Stil findet man auch auf zeitgleichen Siegeln mit anders komponierten Tierdarstellungen, so auf einem Konoid mit anders komponierter Tierdarstellung von Tall al-Fār˓a (Nord) (Str. VIIc, Anfang 9. Jh.); Tufnell 1953: 370, pls. 43A/44:101, 43A/44:79: den gleichen tieffurchigen und mit parallelen Querstrichen versehenen Stil findet man auch auf zeitgleichen Siegeln mit anders komponierten Tierdarstellungen, so auf zwei weiteren Skaraboiden aus dem Lachisch des 9. Jhs. (Tufnell 1953: 203 bzw. 215 Datierung der Gräber um 900 bzw. ins 9. Jh.); Tufnell 1953: 371, pl. 43A/44:100: eine in bezug auf Tierdarstellung, Komposition, Technik und Stil sehr nahe Parallele ist ein Knochensiegel aus Eisen-II B-zeitlichem Kontext in Lachisch (Grab 224, Tufnell 1953: 215 ins 9. Jh. datiert), zudem die gleiche Stilisierung der Tierhälse bzw. der Mähnen und die gleichermassen gebogenen Extremitäten, so dass man für beide Siegel die gleiche Werkstatt vermuten könnte; Macalister 1912: II 326, Nr. 331, III pl. 208:20: Skaraboid aus Geser (ungenaue Umzeichnung).

Bibliographie:

Keel-Leu 1991: 69f, Nr. 83.

DatensatzID:

83

Permanenter Link:

  https://bodo.unifr.ch/bodo/id/83