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Objekt: Relief, Sandstein, 168 x 0,7 x 0,36 m.
Datierung: Amenemhet III. (1853-1805).
Herkunft: Serabit al-Chadim, Altar im NW‑Teil des «Cave of Hathor».
Darstellung: Die Verbindung der Königsherrschaft mit dem Himmelsgott Horus in seiner
Falkengestalt ist seit dem Alten Reich in der ägyptischen Bildsymbolik von Bedeutung
( Schroer/Keel 2005: Nr. 114, 115, 116, 117, 118, 119, 120). Auf den Sinai‑Stelen der MB IIA‑Zeit wird die Vergöttlichung des Königs darin sichtbar, dass der Pharao statt in seiner menschlichen Gestalt auch in Gestalt des Horusfalken erscheinen kann. Rechts steht er, angetan mit der Weißen Krone, auf einer angedeuteten Serech‑Fassade wie auf einem Podest. Vor ihm thront Hathor, ein Anch‑Zeichen in der Linken, in der Rechten wiederum ein Was‑Zepter mit Anch‑Zeichen, das sie dem Falken entgegenstreckt. Hinter diesem steht der Oberkämmerer Ameni mit einem Brotopfer. Die ganze Szene wiederholt sich fast spiegelbildlich links.
Schroer/Keel 2005: Schroer S./Keel O., 2005, Die Ikonographie Palästinas/Israels und der Alte Orient. Eine Religionsgeschichte in Bildern. Band 1. Vom ausgehenden Mesolithikum bis zur Frühbronzezeit, Fribourg.
Bibliographie: Gardiner/Peet/Černý 1952: no. 95, pl. 30; Porter/Moss/Málek 1952: 357; Valbelle/Bonnet 1996: 131, fig. 154; Schroer 2008: 108f, Nr. 309.
Gardiner/Peet/Černý 1952: Gardiner A.H./Peet T.E./Černý J., ²1952, 1955, The Inscriptions of Sinai I. Introduction and Plates; II. Translations and Commentary, London.
Porter/Moss/Málek 1952: Porter B./Moss R.L./Málek J., 1952 (VII), Topographical Bibliography of Ancient Egyptian Hieroglyphic Texts, Reliefs and Paintings, 7 vols., Oxford.
Schroer 2008: Schroer S., 2008, Die Ikonographie Palästinas/Israels und der Alte Orient. Eine Religionsgeschichte in Bildern. Band 2: Die Mittelbronzezeit, Fribourg.
Valbelle/Bonnet 1996: Valbelle D./Bonnet C., 1996, Le
sanctuaire d‘Hathor, maîtresse de la turquoise
Séerabit el‑Khadim au Moyen Empire, Paris.
DatensatzID: 33676
Permanenter Link:
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