Objekt:

 Anhänger, Gold, 79 x 43 mm.

Datierung:

 Ende MB IIB (1550) oder Anfang SB I (1550-1500).

Herkunft:

 Tell el-Adschul, Schatzfund 277.

Sammlung:

 Oxford, Ashmolean Museum, 1949.305.

Darstellung:

 Das Gesicht der Göttin wird von der schönen Schulterlockenfrisur gerahmt, die auch die Göttinnenköpfe der MB‑zeitlichen Stempelsiegelkunst ziert (Schroer 1989: 174‑185). Es ist ein reicher Halsschmuck zu erkennen, die Kreise kennzeichnen die Brüste, ein Feld von Pünktchen das Schamdreieck, über dem vielleicht noch ein Hüftband liegt. Auffällig ist der Zweig, der aus dem Nabel herauszuwachsen scheint (Schroer 2008: Nr. 410). Nabel und Scham wurden offenbar als eine einzige erotische Zone wahrgenommen, sodass sie weder in Bildern noch in Texten (Keel 1986: 214f) stark unterschieden werden.

Parallelen:

Schaeffer 1938: fig. 49:8.10: bei weiteren Stücken aus Ugarit stehen die Zweiglein über dem Schamdreieck; Negbi 1976: nos. 1693-1694: bei weiteren Stücken aus Ugarit stehen die Zweiglein über dem Schamdreieck, der Nabel ist nicht deutlich gekennzeichnet; Negbi 1976: nos. 1664, 1688, 1691: weitere Anhänger, bei denen ein Zweiglein aus dem Nabel herauszuwachsen scheint, stammen aus dem Ugarit des 14./13. Jh.; Negbi 1976: nos. 1685-1686: weitere Anhänger, bei denen ein Zweiglein aus dem Nabel herauszuwachsen scheint, stammen aus Mīnet el‑Beda.

Bibliographie:

Mackay/Murray 1952: pl. 6:12; Negbi 1970: no. 132; Negbi 1976: no. 1680; McGovern 1985: no. 72, pl. 6; Keel 1986: 165, Abb. 97a; Keel/Uehlinger 1992: 63, Abb. 49; Keel 1998: 127, fig. 17; Schroer 2008: 186f, Nr. 412.

DatensatzID:

33758

Permanenter Link:

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