Darstellung:
Etwas häufiger als ein drittes «Blattelement» findet sich bei kanaanäischen Göttinnenköpfen zwischen den zwei «Blattelementen» eine Blüte; wahrscheinlich ist eine Lotusblüte (vgl.
Keel/Schroer 2004: Nr.
74 Rücken, Nr. 75 auf dem Kopf) gemeint. Wie bei
Keel/Schroer 2004: Nr.
85 wird der Kopf von zwei «Armen» flankiert und hier zusätzlich von zwei tête-bêche angeordneten Roten Kronen.
Keel/Schroer 2004: Keel O./Schroer S., 2004, ²2006, ³2010, Eva - Mutter alles Lebendigen. Frauen- und Göttinnenidole aus dem Alten Orient, Freiburg Schweiz.
Diskussion:
Der Roten Krone Unterägyptens wird seit dem Alten Reich eine besondere unheilabwehrende Zauberkraft zugeschrieben (
Keel 1995: 170 § 452). Die tête-bêche Anordnung soll wohl eine Wirkung in alle Richtungen begünstigen.
Keel 1995: Keel O., 1995, Corpus der Stempelsiegel-Amulette aus Palästina/Israel. Von den Anfängen bis zur Perserzeit. Einleitung (OBO.SA 10), Freiburg Schweiz/Göttingen.
Parallelen:
Schroer 1989: 142, Nr. 77-81.
Schroer 1989: Schroer S., 1989, Die Göttin auf den Stempelsiegeln aus Palästina/Israel, in: Keel O./Keel-Leu H./Schroer S., Studien zu den Stempelsiegeln aus Palästina/Israel II (OBO 88), Freiburg Schweiz/Göttingen, 89-207.
Bibliographie:
Keel/Schroer 2004: 124, Nr. 86.
Keel/Schroer 2004: Keel O./Schroer S., 2004, ²2006, ³2010, Eva - Mutter alles Lebendigen. Frauen- und Göttinnenidole aus dem Alten Orient, Freiburg Schweiz.
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