Objekt:

 Anhänger, Gold, 97 x 60 mm.

Datierung:

 Ende MB IIB (1550) bzw. Anfang SB I (1550-1500).

Herkunft:

 Tell el-Adschul, Schatzfund 1299.

Sammlung:

 Jerusalem, Rockefeller Museum, IAA 35‑3842.

Darstellung:

 Sehr beliebt sind in der ausgehenden MB‑Zeit und bis in die SB‑Zeit hinein Schmuckanhänger mit dem stilisierten Bild der Göttin. Im oberen, gerundeten Teil der schlanken Dreiecke ist, mehr oder weniger kunstvoll, das Gesicht der Göttin in das Metall getrieben, in der Spitze unten ihr Schamdreieck (Schroer 2008: Nr. 412). Dieses frühe Exemplar hebt beim Gesicht der Göttin, das dem Betrachter oder der Betrachterin freundlich zugewandt ist, einen schlaufenartigen Stirnschmuck hervor. Auch die (erhörenden) Ohren der Göttin sind betont (vgl. die Göttin auf den Siegelamuletten bei Schroer 2008: Nr. 405 und weiteren). Während Brüste und Bauchnabel nur durch kleine Wölbungen und ein Halsschmuck (?) unter dem Kinn sehr klein dargestellt sind, ist das Schamdreieck durch seine Größe hervorgehoben. In das Dreieck ist deutlich eine Vulva eingezeichnet. Die frühen Anhänger dieses Typs sind noch sorgfältig und mit Details ausgearbeitet,bei jüngeren Stücken nimmt die künstlerische Sorgfalt deutlich ab.

Parallelen:

Mackay/Murray 1952: pls. 6:13, 8:1: = Negbi 1976: No 1679; vom selben Fundort drei weitere Exemplare; Petrie 1934: pls. 14:9: = Negbi 1976: No 1678; vom selben Fundort drei weitere Exemplare; Negbi 1976: Nr. 1678: = Petrie 1934: pls. 13:9, 14:9; vom selben Fundort drei weitere Exemplare; Negbi 1976: no. 1679: Mackay/Murray 1952: Pl.6,13; 8,1 = vom selben Fundort drei weitere Exemplare; Hein et al. 1994: Nr. 297: vom selben Fundort drei weitere Exemplare; Petrie 1934: pls. 13:9: vom selben Fundort drei weitere Exemplare.

Bibliographie:

Petrie 1934: pl. 13:8; Negbi 1970: no. 129, pl. 2:4; Negbi 1976: no. 1677; Winter 1983: Abb. 324; McGovern 1985: no. 70, pl. 5; Schroer 2008: 170f, Nr. 392.

DatensatzID:

33744

Permanenter Link:

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